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Einzelhandel kaum von Stellenabbau betroffen
Samstag, 09. Januar 2010 um 14:30 Uhr
Der Stellenmarkt ist insbesondere in den Wintermonaten und zusätzlich durch Auswirkungen der Finanzkrise als gegenwärtig schwierig zu betrachten. Im vergangenen Jahr ist insbesondere der Maschinenbau mit seinen Fachkräften in die Bredouille geraten. Auch im Einzelhandel gab es Entlassungen. So wurden Mitarbeiter bei Hertie und auch des Arcandor Unternehmens entlassen. Dennoch sind die Aussichten für den Einzelhandel derzeit als solide zu bezeichnen. So plant unter anderem die Rossmann Kette die Eröffnung von 120 neuen Filialen bundesweit in diesem Jahr. Gemesssen an der Höhe der Zahl der Einstellungen für das Jahr


2009, so gibt die FAZ in ihrer Ausgabe vom 06.01.2010 wieder, sind die Lebensmitteleinzelhändler REWE, EDEKA und der Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) führend bei Neueinstellungen. Insbesondere die REWE-Gruppe, zu der u.a, der Discounter Penny und die Extra-Märkte gehören, expandiert in großem Umfang.

Die Unternehmen ALDI und LIDL sowie auch Teile der METRO GROUP (Mediamarkt, Saturn) expandieren seit dem letzten Jahr insbesondere im Ausland. ALDI sogar auch im außereuropäischem Ausland in Australien und den Vereinigten Staaten.

Studienabsolventen können bei den meisten großen Einzelhandelsketten vielseitige, attraktiv vergütete Traineeprogramme absolvieren, die sie auf Regionalleiter- und Bezirksleiterpositionen qualifizieren. Die Anforderungen an die Trainees, die zumeist einen wirtschaftswissenschaftlichen Studienabschluss haben, sind hoch.

Eine 40 Stunden Woche mit Arbeitszeiten von 9-17 Uhr ist utopisch. Künftige Leitungskräfte müssen mobil und zeitlich flexibel sein. Im Gegenzug warten auf sie jedoch gute Karriereaussichten und eine attraktive Vergütung.

Beachtenswert ist jedoch auch, dass bei den meisten Einzelhandelsketten die Gewinnmargen äußerst knapp kalkuliert sind, was unter anderem auch noch durch das Preisdumping in Folge des Konkurrenzkampfes in den letzten Jahren verursacht wurde, so dass beispielsweise ALDI und LIDL ihre Führungskräfte anhalten zur Ergebnisoptimierung effizient zu arbeiten. Somit liegt also der Erfolg der benannten Unternehmen darin, dass sie von ihren Mitarbeitern viel fordern müssen, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.
 
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