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| Jobfrust pur? Fehlzeiten durch psychische Erkrankungen nehmen dramatische Ausmaße an |
| Sonntag, 18. Juli 2010 um 18:44 Uhr | |
Die Tendenz zu vermehrten Ausfallzeiten am Arbeitsplatz aufgrund psychischer Erkrankungen ist seit Jahren hinlänglich bekannt. Der aktuelle Fehlzeitenreport der AOK gibt wieder, dass die Ausfälle durch psychische Erkrankungen an vierter Stelle der Gründe für die Arbeitsunfähigkeit rangieren. Hierbei wird die Skala innerhalb der psychischen Erkrankungen von Depressionen angeführt.Dramatisch an psychischen Erkrankungen ist jedoch, dass diese im Vergleich zu beispielsweise Atemwegserkrankungen eine viel höhere Ausfallzeit produzieren. Hiernach ist nicht nur durch den Ausfall sondern auch durch die Zusatzkosten wie z.B. die (betriebliche) Wiedereingliederung ein betriebswirtschaftlicher, zusammengefasst gar ein volkswirschaftlicher Schaden vorprogrammiert. Denn psychische Erkrankungen lösen im Durchschnitt 22,7 Fehltage aus. Die Tendenz ist steigend. Ein viel diskutierter Grund für (berufsbedingte) psychische Erkrankungen war in der Verganghenheit die Annahme, dass Personen mit geringer Entscheidungsmacht und oder Handlungsspielraum häufiger zu Depressionen neigen. Diese Annahme wurde jedoch durch Auswertungen von Befragungen zu Arbeitsbedingungen wiederlegt. Ein weiterer interessanter Punkt ist das Burn-Out-Syndrom, dass zunehmend in Mode gekommen zu sein scheint. Unter Experten ist strittig, ob die Zunahme der Diagnose Burn-Out-Syndrom in einem solch hohen Maße erforderlich ist. Im übrigen sind die höchsten Krankenstände bei Mitarbeitern im Bereich Energie, Wasser, Entsorgung und bei Angestellten des Öffentlichen Dienstes festzustellen. An Berufsgruppen innerhalb der zuletzt genannten Gruppe sind z.B. Sozialarbeiter/Sozialpädagogen und andere nah am Menschen arbeitende Berufsgruppen aufzuführen. Die zweithöchsten Krankenstände produziert das Verkehrs-Transport und Baugewerbe. Hier spielen psychische Erkrankungen im Vergleich zur oben genannten Gruppe jedoch eine untergeordnetere Rolle. Die niedrigsten Krankenstände weisen Mitarbeiter von Banken und Versicherungen auf. Weitere Informationen sind unter untenstehendem Link zu finden: wido.de
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