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Der Master ist der Meister
Freitag, 22. August 2008 um 17:37 Uhr
ImageNach der Umstellung der Studienabschlüsse im Zuge des Bolognaprozesses auf Bachelor- und Masterabschlüsse streben zahlreiche Studierende von Bachelorstudiengängen einen Masterabschluss an. Das Angebot an Masterstudiengängen ist aktuell stark begrenzt. Viele Masterstudiengänge befinden sich im Aufbau. So ist es derzeit utopisch, dass alle Absolventen von Bachelorstudiengängen mit Masterstudiengängen versorgt werden können.

Grundsätzlich handelt es sich beim Bachelor um einen berufsqualifizierenden Abschluss, der einen dazu befähigt nach dem Studium eine Tätigkeit aufzunehmen. Auch die Inhalte dieses Studiengangs reichen hierzu aus, da sie in komprimierter Weise erlernt wurden. Dennoch streben viele Studierende einen Masterabschluss an, um bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben. Hierneben gibt es noch zahlreiche Studierende, die den Einstieg in die Wissenschaft anstreben.

Derzeit sind die Möglichkeiten einen adäquaten Masterstudiengang zu erhalten eher beschränkt. Zum einen gibt es nicht genügend Studiengänge und zum anderen haben die vorhandenen Studiengänge hohe Aufnahmehürden. So werden sehr gute Abschlussnoten verlangt und auch anspruchsvolle Eignungstests durchgeführt, die nur wenigen den Zutritt ermöglichen.

Aktuell können keine verlässlichen Prognosen bezüglich der Entwicklung von Bachelor- Masterstudiengängen auch im Hinblick auf die Akzeptanz bei Arbeitgebern gegeben werden. Diesbezüglich ist auch die Vergütung ein relevanter Aspekt.
Es stellt sich die Frage, ob für die Tätigkeit im mittleren Management eines Dienstleistungsunternehmens ein Bachelorstudium ausreicht oder ob eher Masterabsolventen bevorzugt werden. Ein weiterer Punkt könnte sein, dass es in bestimmten Bereichen einen Wettbewerb zwischen jungen Menschen mit einer Berufsausbildung und Bachelorabsolventen geben könnte.

Trotz unklaren Aussichten in einigen Bereichen und neuen Entwicklungen kann jedoch betont werden, dass nach aktuellem Stand Bachelorabsolventen begehrte Arbeitskräfte sein werden. Auch wenn es hinsichtlich des Umstellungsprozesses Unstimmigkeiten geben könnte und nicht wenige Arbeitgeber sich unzureichend mit der Thematik befasst haben, so dass Informationsdefizite vorherrschen.
 
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