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Montag, 16. März 2009 um 19:55 Uhr |
Die Bigplayer in der Wirtschaft versuchen durch Online-Bewerbungsmasken ihre Verfahren zu optimieren und hiermit auch Kosten zu sparen. Der Flut von Papierbewerbungen versucht man mit adäquaten Softwarelösungen Herr zu werden und die Papierflut einzudämmen. Die Bewerbungsmasken bieten sowohl für das Unternehmen als auch für den Bewerber Vorteile. Das Verfahren birgt jedoch auch Risiken.
Die Unternehmen geben ihre Anforderungen in den Suchmasken genau vor und können nach ihren gesetzten Maßstäben anhand von Filterprogrammen aussortieren. Wenn die Marke 1,8 beim Notendurchschnitt gesetzt ist, werden dementsprechend Studierende mit einem Notendurchschnitt von beispielsweise 2,2 herausgefiltert und scheiden somit aus dem Verfahren aus. Sie scheiden aus ohne das ein Personalverantwortlicher die sonstigen Qualifikationen zu Gesicht bekommen hat.
Für das Unternehmen kann dieses Verfahren von Vorteil sein, wenn eine Anforderung über einen Notendurchschnitt von 1,8 als berufliche Anforderung zwingend erforderlich ist. Dieses Verfahren ist auch für eine Einzelnote von Vorteil, wenn beispielsweise eine gute Note in Konstruktionstechnik für einen Maschinenbauingenieur unabdingbar ist. Unvorteilhaft ist das kompromisslose Herausfiltern jedoch dann, wenn aufgrund der Nichtbeachtung wegen eines K.O.-Kriteriums Vorzüge außer Acht gelassen werden. So kann ein Bewerber einen Notendurchschnitt von nur 2,2 aufweisen hierfür aber wichtige Erfahrungen aus relevanten Praktika oder Projekten mitbringen.
Viele Unternehmen spezialisieren ihre Programme demnach und erlauben Differenzierungen, so dass eine ausgewogenere Gewichtung der Kriterien zu Stande kommen kann. Wichtig für den Bewerber ist auch, dass Portokosten gespart werden können. Dieses gilt auch für den Arbeitgeber. Des weiteren wird dem Bewerber vorgegeben was er anzugeben hat und was nicht. Die Bewerbungsmasken lassen in den wenigsten Fällen Raum für Kreativität oder gar die Begründung für ein schlechtes Abschneiden im Studium. Viele Unternehmen bieten jedoch bei dieser Bewerbungsform Raum für Anhänge. Zumeist kann ein Bewerbungsfoto hochgeladen werden. Hier können z.B. aber auch Anschreiben oder gar Motivationsschreiben angehängt werden. Im Vorfeld sollte sich der Bewerber jedoch über die Gepflogenheiten im Unternehmen erkundigen. So kann ein Anschreiben und ein zusätzliches Motivationsschreiben irritierend und als zu viel des Guten gewertet werden. Interessant sind hierfür Recherchen die im Vorfeld getätigt werden. Auch die FAQs auf der Bewerbungsplattform können Informationen hierzu bieten. Das Telefongespräch kann in Fällen wo Fragen nicht beantwortet werden herangezogen werden.
Bei E-Mailbewerbungen sollte darauf geachtet werden, dass nicht zu viele Anhänge mitgeschickt werden. Ein Anhang in dem sich der Lebenslauf und die Arbeitszeugnisse in der korrekten Reihenfolge befinden ist zumeist ausreichend. In vielen Fällen kann das Anschreiben direkt in der E-Mail abgefasst werden. Ob E-Mailbewerbungen gewünscht werden oder nicht hängt vom Unternehmen ab. Große Unternehmen die Bewerbungsportale mit Eingabefunktion anbieten reagieren mit Sicherheit allergisch auf E-Mailbewerbungen.
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