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Rosige Aussichten für Fachkräfte-Positive Tendenzen auf dem Arbeitsmarkt erkennbar
Sonntag, 15. August 2010 um 14:31 Uhr
Der Einbruch auf dem Finanzmarkt ließ Experten dazu verleiten grausige Annahmen über die Zahl der Arbeitslosen zu verbreiten.



Doch arbeitsmarktpolitische Instrumente wie Kurzarbeit und flexible Arbeitszeitkonten und nicht zuletzt der beachtenswerte wirtschaftliche Aufschwung derzeit, haben dazu beigetragen, dass die Zahl der Arbeitslosen nicht gestiegen ist. Nunmehr ist eher vom Fachkräftemangel die Rede. Unternehmen, wie Industriezulieferer und Unternehmen in der Medizintechnik, klagen über zu wenige (geeignete) verfügbare Mitarbeiter. Der Bedarf scheint nach Arbeitgeber(verbands)angaben vorhanden zu sein.

Ursachen für die Sorge nicht genügend qualifiziertes Personal zu finden ist neben der Auftragszunahme im Zuge des Wirtschaftswachstums natürlich auch die ungünstige demographische Entwicklung. Unternehmen, insbesondere mit Bedarf an qualifiziertem Personal, werden zunehmend schwieriger Personal akquirieren können.

Im Zuge des Personalbedarfs wird auch der Ruf nach ausländischen Fachkräften laut. Diesem Ruf wird man früher oder später folgen müssen, denn um die Wettbewerbsfähigkeit hierzulande zu erhalten und auszubauen bedarf es an qualifizierten, innovativen Fachkräften. Wenn das Potential hierzulande nicht zu genüge vorhanden ist, so sollten hochqualifizierte Ingenieure etwa, aus dem Ausland angelockt werden.

Die Aussagen der Kritiker, dass eine Anwerbung von ausländischen Fachkräften angesichts zahlreicher Arbeitsloser bundesweit nicht sinnvoll ist, greift zu kurz. Niemand kann ernsthaft davon ausgehen, dass aus dem Bestand der Arbeitslosen hochqualifizierte Kräfte für komplexe Arbeitsgebiete gewonnen werden können. Ausnahmen gibt es selbstverständlich. Doch die Qualifizierung von Arbeitslosen zielt zumeist nicht auf den Beruf beispielsweise des Ingenieurs ab.

Es deuten sich gute Zeiten für Studierende, Auszubildende und Absolventen an. Nichtfachkräfte werden es jedoch zunehmend schwerer haben.
 
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