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| Was bringen Stellenanzeigen von Bewerbern? |
| Sonntag, 03. Oktober 2010 um 21:08 Uhr | |||
Die überwiegende Anzahl im Stellenteil der Tages- bzw. Wochenzeitung stammt von Arbeitgebern, die nach Mitarbeitern suchen. Einen geringeren Anteil nehmen Stellengesuche von Bewerbern ein, wobei sich diese Gewichtung auf Online-Portalen nicht eins zu eins übertragen lässt. Hier ist eine höhere Anzahl von Stellengesuchen zu verzeichnen.
Nicht unerwähnt bleiben dürfen in diesem Zuge natürlich auch Karrierenetzwerke, die aufstrebende Persönlichkeiten vernetze und den Bewerber im guten Licht stehen lassen sollen. Beispiele hierfür sind u.a. xing.de aber auch das Portal facebook.com. In diesem Beitrag werden jedoch die möglichen Effekte des social networking nicht wiedergegeben. Es gilt den Nutzen von zielgerichtet geschalteten Stellengesuchen zu erkunden. Die Beilage Beruf und Chance der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) gibt hierzu in ihrer Ausgabe vom 02.10.2010 wieder, dass die Ausbeute von selbst geschalteten Stellenannoncen in der Regel gering ausfällt. Arbeitgeber berücksichtigen die Personen die Stellengesuche aufgeben weitestgehend nicht im Zuge von Personalauswahlverfahren. Hierzu führt die FAZ mit Bezug auf das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) an, dass nach den Studien des Instituts nur vier Prozent der Arbeitgeber im Rahmen von Stellenbesetzungsverfahren auf Inserate geantwortet hätten. Gründe für die geringen Erfolgsaussichten von Stellengesuchen sind unter anderem, dass zahlreiche Unternehmen, wie z.B. börsennotierte AG´s, ihre eigenen Onlinebewerbungsverfahren zur Verfügung stellen und auf die Nutzung dieser bestehen. Die Onlineverfahren bieten den Unternehmen zudem den Vorteil, dass sie im Falle von künftigen Stellenbesetzungsverfahren auf die Datenbank, die eine Vielzahl von abgelehnten Bewerbern enthält, zurückgreifen können. Bewerber, die in einem ersten Verfahren zunächst nicht berücksichtigt wurden können somit in späteren Verfahren berücksichtigt werden. Dieses kann insbesondere dann möglich sein, wenn im Zuge von Abgleichen im Rahmen von Matchingverfahren eine vorher als nicht allzu relevant bewertete Eigenschaft des Bewerbers in einem späteren Verfahren ausschlaggebend für die Einladung zum Vorstellungsgespräch sein kann. Bei großen Unternehmen muss im Allgemeinen davon ausgegangen werden, dass die Anzahl von Bewerbungen immens ist und die Arbeitgeber nur selten gezielt nach Stellengesuchen Ausschau halten. Auch werden in Branchen mit geringeren Bewerberzahlen und oder exponierten Positionen eher Recruiter, Headhunter aber auch Personaldienstleister eingesetzt. Richard Nelson Bolles, der Autor des Weltbestsellers "Durchstarten zum Traumjob" führt sinngemäß an, dass man sich die Energie und das Geld, die man in Annoncen für Stellengesuche aufbringt, sparen kann, da die Erfolgsaussichtig sehr gering sind. Doch Stellengesuche können sowohl in Printmedien und Portalen geschaltet auch Erfolge herbeiführen. Der Bericht der FAZ vom 02.10.2010 gibt mit Hinweis auf das Berliner Büro der Bewerbungsstrategen von Hesse/Schrader wieder, dass mittelfristig Suchende mit guten, gezielten Formulierungen durchaus Punklandungen mit ihren Stellengesuchen erreichen können.
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