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Donnerstag, 29. Juli 2010 um 19:48 Uhr |
Zahlreiche Psychologen schließen an ihr Studium noch eine Ausbildung zum psychologischen Psychotherapeuten an. Diese Ausbildung ist weiterhin bei psychiatrisch vorgebildeten Fachärzten beliebt. Möglichkeiten für eine fundierte therapeutische Ausbildung bieten sich auch für Pädagogen und Sozialpädagogen. Diese können zum Kinder- und Jugendpsychotherapeuten geschult werden.
Den Absolventen winkt nach der Approbation die Möglichkeit mit den Krankenkassen Behandlungssitzungen abzurechnen und in ein spannendes und anspruchsvolles Arbeitsleben einzusteigen. Doch der Weg dorthin ist steinig. Die Zahlungen für die psychotherapeutische Lehre belaufen sich auf durchschnittlich 20 000-25 000 Euro. Die Kosten entstehen für Gebühren für die Ausbildungsstätte, Materialkosten und nicht zuletzt Beiträge für zwingend erforderliche Supervisionssitzungen.
Gegliedert ist die therapeutische Ausbildung zumeist in Praxisphasen und Unterrichtszeiten im Block sowie auch an den Wochenenden. Es müssen Tätigkeiten in Kliniken, wie etwa der Kinder- und Jugendpsychiatrie, und auch in Praxen absolviert und erfolgreich abgeschlossen werden. Die Arbeit hier wird im Durchschnitt mit 500 Euro monatlich vergütet. Hierbei ist zu beachten, dass in der Regel mindestens dreißig Stunden in der Woche gearbeitet wird. Häufig sind auch mehr Wochenstunden angesagt, um z.B. das Stundenkontingent für praktische Phasen zügiger hinter sich zu bringen. Die hohen Gebühren und die gering entlohnte praktische Tätigkeit bringt zahlreiche künftige Therapeuten in Bredoullie, da ja noch der Lebensunterhalt verdient werden muss. So kann es geschehen, dass sich die zumeist auf drei Jahre ausgelegte Zeit aufgrund von Nebenbeschäftigungen in die Länge ziehen kann.
Trotz der Strapazen kann sich der Abschluss lohnen, denn als Einstiegsgehalt für einen ausgebildeten Psychotherapeuten locken über 3000 Euro brutto monatlich. Ein Wert, der sich im Vergleich zu weiteren akademischen Einstiegsgehältern sehen lassen kann.
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