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Sonntag, 17. August 2008 um 23:28 Uhr |
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Seite 1 von 2 Praktika sind an den meisten Hochschulen integraler Bestandteil der Ausbildung. Diese zu absolvieren ist für die Studierenden unumgänglich. Neben den Pflichtpraktika leisten zahlreiche Studierende neben dem Studium noch freiwillige Praktika. Hinzu kommen zahlreiche Absolventen, die sich über Praktika einen Einstieg in gesicherte Arbeitsverhältnisse erhoffen.
In der vergangenen Zeit machen zahlreiche Schreckensmeldungen über ausgebeutete Praktikanten die Runde. Bis vor kurzem war sogar die Rede von einer "Generation Praktikum". Das Praktikum muss nicht zwingend als generelles Problem aufgefasst werden. Viele schaffen durch gut betreute, sinnvolle Praktikumsstellen einen soliden Einstieg in die Berufswelt. Es gibt jedoch auch zahlreiche Praktikanten, die als billige Arbeitskräfte missbraucht werden und nie die Möglichkeit bekommen werden an ihrer Praktikumsstelle einen gut dotierten Arbeitsplatz zu bekommen.
Die Situation der Praktikanten und das Praktikum an sich muss zwingend differenziert betrachtet werden. Generelle Aussagen über die prekäre Lage der Praktikanten können ebenso wie das Gegenteil nicht getätigt werden. Grundsätzlich muss jeder Studierende und Absolvent für sich eine Entscheidung treffen, ob er ein freiwilliges Praktikum absolvieren möchte oder nicht. Gerade während des Studiums können Praktika zum Zwecke der Berufsorientierung hilfreich sein. Zahlreiche Studierende wählen für ihre freiwilligen Praktika die Semesterferien als Zeitpunkt oder sie absolvieren über längere Zeiträume ein Praktikum, welches sie an einzelnen Tagen in der Woche absolvieren.
Ein Praktikum für Absolventen ist in den seltensten Fällen zu empfehlen. Denn grundsätzlich sind Absolventen voll ausgebildete Arbeitskräfte und können nach ihrem Studienabschluss direkt Stellen annehmen. Auch zur Erprobung empfiehlt es sich nicht ein Praktikum nach Studienabschluss anzunehmen, denn sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer müssen für eine Erprobung/Probezeit kein Praktikantenverhältnis installieren. Hierfür gibt es bereits eine Probezeit und Möglichkeiten im Teilzeit- und Befristungsgesetz.
Dennoch können Praktika für Absolventen sinnvoll sein, wenn sie beispielsweise ein Bachelorstudium absolviert haben und zu einem späteren Zeitpunkt ein Masterstudium beginnen möchten. Zur Überbrückung der Zeitspanne ist ein Praktikum durchaus sinnvoll, wenn es sich um drei bis sechs Monate handelt.
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