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Und ewig lockt die Prüfungszeit
Studium
Donnerstag, 29. Januar 2009 um 22:25 Uhr
ImageGegen Ende jedes Semesters brechen spannende Zeiten für Studierende und Lehrende an. Es nahen die Prüfungen, die unter glücklichen Umständen mit einer ausgezeichneten Note verziert werden können. Unter Umständen ist jedoch auch eine weniger zufriedenstellende oder gar nicht ausreichende Benotung an der Tagesordnung. Im Zuge des Bologna-Prozesses und der daraus resultierenden Umstellung der Studiengänge auf Bachelor- und Masterabschlüssen scheinen mündliche Prüfungen demnächst der Vergangenheit anzugehören. Klausuren und sogenannte Multiple-Choice-Tests nehmen kontinuierlich als Prüfungsform zu.

Die Prüfungsphase läutet für die beteiligten Parteien einen stressvollen Zeitabschnitt ein. Insbesondere Studierende, die nunmehr vielerorts durch die Einführung von Studiengebühren zu zahlenden aber höchstwahrscheinlich zahlungsunwilligen Kunden geworden sind, werden enormem Druck ausgesetzt. Letzendlich kann ein schlechtes Abschneiden den Notendurchschnitt ruinieren, die Berufsaussichten verschlechtern oder im schlimmsten Fall sogar das Ende des Studiums bedeuten.

Vielerorts kommt noch hinzu, dass Bachelorstudierenden Wiederholungsmöglichkeiten und Freiversuchsregelungen für die Prüfungen genommen wurden. Bei Bafög-Empfängern spielt auch seit jeher der Nachweis über das erfolgreiche Ableisten eines Studienabschnitts eine Rolle.

Grundsätzlich gibt es gute Möglichkeiten sich auf Prüfungen vorzubereiten. Im besten Fall werden die Prüfungsthemen im Vorfeld durch die Dozenten und Prüfenden eingegrenzt und man wird explizit aber dennoch umfassend auf den Semesterabschluss vorbereitet. Hierbei ist es empfehlenswert den Unterrichtsstoff im Grunde genommen von Beginn des Semesters an zu verfolgen und die Vorlesungen vor- und nachzubereiten. Studierende, die sich an den oben genannten Grundsatz halten, brauchen in der Regel keine "Torschlusspanik" zu bekommen. Sie müssen sich dann mehr oder weniger intensiv auf die schon z.T. gut ausgearbeiteten Themen vorbereiten. Überraschungen werden hier in der abschließenden Lernphase nicht erlebt.

Es gibt unterschiedliche Lerntypen. Wie oben beschrieben, gibt es Studierende, die sich von Beginn an kontinuierlich auf das Ziel hin vorbereiten. Andere wiederum können nur unter immensem Zeitdruck lernen, so dass sie erst einige Wochen vor Prüfungsbeginn mit dem Lernen anfangen. Zu unterscheiden ist auch noch der Faktor, ob in der Gruppe gelernt wird oder alleine. Das Zusammenfinden in Lerngruppen erweist sich für viele als überaus hilfreich. Hier kann man sich in der Regel gut ergänzen und Schwächen können von gut vorbereiteten Teilnehmern oder gar "Naturtalenten" ausgeglichen werden. Für eine Lerngruppe ist Kontinuität wichtig. Es sollten regelmässige Treffen, vorzugsweise zwei mal in der Woche, mindestens ein mal, statt finden. Diesen Treffen muss ein bestimmtes angemessenes Zeitkontingent mit zuvor verabredeten klaren Pausenregeln gegeben werden. Überlängen sollten in jedem Fall vermieden werden.

Empfehlenswert in Bezug auf Lerngruppen ist auch, dass alle Teilnehmenden involviert werden müssen. Dieses gelingt am besten, wenn Aufgaben verteilt werden und jeder Verantwortung dafür trägt seinen Teil optimal für die Gruppe zu präsentieren. Jeder sollte von jedem profitieren können.

Studierende, die nicht in Lerngruppen involviert werden oder dieses auch nicht möchten, müssen sich dennoch mit ihren Kommilitonen über die Inhalte auseinandersetzen. Im Gespräch mit Gleichgesinnten kann hervorragend rekapituliert werden. Des weiteren bietet das Gespräch mit Kommilitonen die Gelegenheit Verständnisfragen zu formulieren und sich gegebenenfalls zu ergänzen.
Einige Hochschulen bieten verstärkt Tutorien, z.T. sogar speziell vor den Prüfungen, an. Diese können sehr gut als Vorbereitung genutzt werden.

Ein wichtiger Punkt bei der Behandlung dieses Themas ist die sehr ernst zu nehmende Prüfungsangst bei einigen Studierenden. Oft wissen die Betroffenen bereits, dass sie an Prüfungsangst leiden. Empfehlenswert wäre hier das Aufsuchen einer Beratungsstelle, wie der Zentralen Studienberatung oder psychologischer Einrichtungen, die von den Studentenwerken oder therapeutischen Abteilungen der Universitätskliniken unterhalten werden. Diese bieten zahlreiche Einzel- und gruppentherapeutische Hilfemaßnahmen an, die auf der Verhaltenstherapie basieren.

Im Hinblick auf Schwierigkeiten bezüglich der Prüfungszeit spielt auch das sogenannte Aufschiebeverhalten, die Prokrastination, eine zunehmend wichtigere Rolle. Von einigen als Modeerscheinung verschrien, widmet sich die Fachwelt immer mehr diesem Thema. Auch für Aufschiebeverhalten gibt es Angebote, die gegensteuern können und neuerdings immer mehr zielführende Fachliteratur.

Zu guter letzt möchte ich die WebSite von Soner Bekar empfehlen. Diese Seite enthält zahlreiche wichtige Hinweise zur optimalen Prüfungsvorbereitung. www.pruefungsratgeber.de


 
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