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Mit fremden Federn schmückt es sich nicht gut
Studium
Samstag, 21. Februar 2009 um 15:10 Uhr


Immer häufiger werden im Zuge der Kontrolle von Haus- und Abschlussarbeiten Plagiate festgestellt. Die Entnahme von Textpassagen oder gar die komplette Übernahme von Arbeiten ist kein seltenes Phänomen.


Vor dem Internetzeitalter war eher das Aufdecken von Plagiaten ein seltenes Phänomen. Zahlreiche Hochschulen jedoch, wie die Universität Münster, haben an bestimmten Fachbereichen Software zur Aufdeckung von Betrug eingeführt. So werden Textpassagen einer Ausarbeitung eingescannt und mit vorhandenen Arbeiten im Netz abgeglichen. Bei Übereinstimmungen werden Angestellte, zumeist wissenschaftliche Mitarbeiter, darauf angesetzt die Arbeiten genauer zu kontrollieren.

Es gibt und gab auch immer ambitionierte Dozenten, die bisher ohne technische Hilfsmittel anhand von Stilbrüchen in der Ausarbeitung den Verdacht geschöpft haben, dass es sich bei der vorgelegten Hausarbeit um ein Plagiat handeln könnte. Bei genauerer Recherche ist dann häufig der Betrug aufgeflogen. Von Betrug zu sprechen ist durchaus gerechtfertigt, da die Plagiatioren in keiner Weise Rücksicht auf geistiges Eigentum nehmen und sich durch wenig Mühe einen immensen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen verschaffen wollen.

Vor kurzem erst wurde ein Fall vor dem Verwaltungsgericht Münster verhandelt. Ein ehemaliger BWL-Student hat gegen die Benotung seiner Abschlussarbeit geklagt. Diese wurde aufgrund von eins zu eins übernommenen und nicht gekennzeichneten Textpassagen mit 5,0 bewertet. Der Fachbereich hat bei der Aufdeckung dieses Betrugsfalls eine Plagiatchecksoftware verwendet. Das Gericht hat die Klage des Studierenden abgewiesen. Es sah es als erwiesen an, dass ganze Textpassagen "abgekupfert" wurden.

Weitere Informationen:

http://plagiat.htw-berlin.de/

 
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