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Chaos bei Studienplatzvergabe-Hoffnung in Sicht?
Studium
Mittwoch, 04. März 2009 um 12:21 Uhr
ImageInsbesondere bei Numerus-Clausus-Fächern gestaltet sich die Studienplatzvergabe seit Jahren äußerst schwierig. Mitunter gibt es hohe NC-Hürden, die nur von einem Bruchteil der Bewerber erfüllt werden oder es müssen längere Zeiträume bedingt durch Wartesemester in Form von Jobs, Ausbildungen oder aber in Studiengängen verbracht werden, die eigentlich nicht die erste Wahl sind.

Auf der anderen Seite ist die doppelte Zulassung von Studierenden an unterschiedlichen Hochschulen unvorteilhaft, da hierdurch zum Teil Studienplätze, die eigentlich sehr gefragt sind, nicht voll besetzt werden können. In Bezug hierzu gestalten sich häufig auch die Nachrückverfahren problematisch, weil ein Teil der Bewerber sich beispielsweise anderweitig orientiert hat oder die erste Zuweisung der Zentralen Vergabestelle für Studienplätze (ZVS), die vorerst nicht gewünscht war, angenommen hat.

Bei der Vergabe der Studienplätze gibt es Reformbedarf. Die ZVS, die bis vor einigen Jahren de facto entmachtet wurde, war als bürokratisches Monstrum verschrien. Immer mehr Hochschulen haben dann ihre Studienplätze in Eigenregie vergeben. Dieses bedeutete natürlich auch einen erheblichen personellen und verwaltungstechnischen Mehraufwand. Aufgrund dieser Tatsache sind einige Fachbereiche wieder dazu übergegangen die ZVS wieder zwischenzuschalten.

Doch die meisten NC-Fächer werden nach wie vor von der ZVS vergeben. Hierzu gehört unter anderem der Studiengang Medizin. Gerade in diesem Bereich herrscht das Problem der unbesetzten Studienplätze, obschon die Hürden hoch sind. Vorschläge für Lösungen waren unter anderem Datenabgleiche oder der stärkere Einbezug der ZVS.

Bildungsministerin Schavan hat sich der Problematik angenommen und gemeinsam mit der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), der Kultusministerkonferenz (KMK) und der ZVS nach Lösungen gesucht. Ein Anmeldesystem via Internet soll ab dem Wintersemester 2010/2011 Abhilfe schaffen. Durch dieses System soll ein Datenabgleich ermöglicht werden, der Mehrfachzulassungen verhindert. Die Plattform soll zur Anmeldung und für Serviceinformationen installiert werden. Schavan unterstreicht bei der Vorstellung des neuen Zulassungssystems die Wahlfreiheit der Studierende. Laut Medienberichten bleibt die Rolle der ZVS, die grundsätzlich enger einbezogen wird, dennoch nicht geklärt.
 
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