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Betrugsverdacht gegen 100 Professoren-Staatsanwaltschaft Köln eingeschaltet
Studium
Sonntag, 23. August 2009 um 13:16 Uhr
Eine Promotion ist insbesondere für den wissenschaftlichen Nachwuchs unentbehrlich. Wer eine Karriere an Hochschule und Forschungseinrichtungen anstrebt, kommt am Doktortitel nicht vorbei.

Auch für Führungspositionen in der Wirtschaft werden insbesondere im gehobenen Management aber auch den Juristen Titel gerne gesehen. Doch der Weg zum "Doktor" ist lang und voller Mühen. Auch wenn die meisten Promovenden für ihre Doktorväter heutzutage keine Koffer tragen und Hemden bügeln müssen, sind sie dennoch enormem Leistungsdruck ausgesetzt. In wissenschaftlichen Einrichtungen forschen diese zumeist ausgestattet mit einer Halbstagsstelle an hochkomplexen Themengebieten. Der Teilzeitvertrag darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass der wissenschaftliche Nachwuchs Vollzeit tätig ist und in der Regel keine Überstunden vergütet bekommt.

Doch promovierende Akademiker haben bereits eine hohe Hürde geschafft. Sie haben sich durch gute Examen und interessante Themen einen begehrten Platz erworben. Andere, die die genannten Voraussetzungen nicht erfüllen, helfen ihrem Karrieresprung mit Geld nach. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt derzeit gegen 100 deutsche Professoren aus allen Fachbereichen, die für Beträge zwischen 4000 Euro und 20 000 Euro "Hilfestellungen" gegeben haben sollen, obschon formal keine Zugangsvoraussetzungen erfüllt waren und die Interessierten unter normalen Umständen keinen Doktorvater gefunden hätten. Vermittelt wurden die Professoren vom "Institut für Wissenschaftsberatung" in Bergisch-Gladbach.
 
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