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Studium der Geisteswissenschaften-Stets brotlose Kunst?
Studium
Samstag, 20. September 2008 um 13:04 Uhr
ImageEs wird viel über die Arbeitsmarktchancen von Geisteswissenschaftlern debattiert und häufig kommt hierbei ein eher negatives Ergebnis heraus. Wenn man sich an den Fakten orientiert ist zu sehen, dass Geisteswissenschaftler nach Abschluss ihres Studiums Schwierigkeiten haben einen adäquaten Einstieg in den Job zu schaffen.

Auch die Anstellungsverhältnisse und die Bezahlung sind Problemfelder. So erhalten Geisteswissenschaftler häufiger Anstellungen als Praktikanten oder für befristete Projektarbeiten. Dieses betrifft insbesondere Kultur- und Medienwissenschaftler. Die Bezahlung lässt in vielen Fällen zu wünschen übrig. Trotz dieser dargestellten düsteren Aussichten gibt es Möglichkeiten für Geisteswissenschaftler an adäquate Beschäftigungsverhältnisse zu gelangen und hohe Verdienste einzustreichen.

Es lohnt sich, oder ist sogar zwingend notwendig, über den Tellerrand hinaus zu schauen und in fremden Gewässern zu fischen. Sprach- und Kulturwissenschaftler sollten sich jedoch stets frühzeitig mit ihren Berufsperspektiven befassen und sich hierauf gezielt vorbereiten. Das heißt, dass man sich während seines Studiums gezielt durch Praktika und Spezialisierung auf den Job vorbereitet. Die zuvorderst beschriebenen Chancen, wenn man über den Tellerrand schaut und sich auch in branchenfremden umschaut, deuten darauf hin, dass es durchaus Chancen z.B. in der Wirtschaft gibt.

Einige Personalentscheider von Unternehmungsberatungen stellen sogar keine Wirtschaftswissenschaftler ein, sondern nur "Exoten". An Sprachwissenschaftlern schätzen diese beispielsweise die guten Formulierungen, klare Ausdrucksweisen und akribisches Arbeiten. Und hier winken den Absolventen verhältnismäßig hohe Gehälter. Gegenwärtig ist es so, dass ca. 50 % der Absolventen von Geisteswissenschaften in klassischen Berufsfeldern suchen und arbeiten. Die weiteren Absolventen finden in "fremden" Branchen Anstellungen. Hierzu gehören jedoch auch unterbezahlte und zum Teil wenig qualifizierte Tätigkeiten.
 
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