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Studium
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Freitag, 21. November 2008 um 22:49 Uhr |
Seit der Umstellung der Studiengänge im Rahmen des Bolognaprozesses auf Bachelor und Master mehren sich kritische Meldungen über die neuen Abschlüsse. So sollen Bachelorstudierende Schwierigkeiten bei der Anrechnung von Leistungen bekommen.
Insbesondere dann wenn ein Hochschulwechsel erfolgt, können oftmals die erbrachten Leistungen an der neuen Hochschule nicht anerkannt werden. Interessanterweise tauchen diese Probleme innerhalb der Republik auf. Auf internationaler Ebene scheint die Anerkennung von Studienleistungen keine große Problematik darzustellen. Es bleibt auch abzuwarten, wie sich die bisher positive Entwicklung hin zu mehr Auslandsaufenthalten entwickelt. Auch wenn die Anerkennung von Leistungen aus dem Auslandssemester eher geringere Probleme darstellt, so bleibt festzuhalten, dass immer mehr Studierende den Weg in das Ausland scheuen, weil sie den Aufenthalt nur schwer in ihr gestrafftes Studium integrieren können.
Auch die Abbrecherquoten bei den neuen Bachelorstudiengängen klingen alarmierend. Laut dem Hochschulinformationssystem (HIS) sollen beispielsweise 39 Prozent der Fachhochschulstudierenden ihr Studium vorzeitig abbrechen. Grund hierfür ist mitunter das enorm gestraffte Studium mit fast identischen Inhalten wie beispielsweise im Diplomstudium aber einer kürzeren Studiendauer. Bachelorstudierende müssen bis zu 40 Modulprüfungen während ihres Studiums absolvieren. Diplomstudierende müssen lediglich an bis zu 24 Fachprüfungen innerhalb des zumeist 8-semestrigen Studiums teilnehmen. Auch die zum Großteil vorgegebenen Stundenpläne bei Bachelorstudierenden sind überfrachtet. Hinzu kommt, dass häufiger Anwesenheitspflicht in den Vorlesungen herrscht. Dieser Aspekt muss jedoch keinen negativen Einfluss auf die Abbrecherquoten haben. Vielmehr ist es der Druck, den die Hochschulen an ihre Studierenden weitergeben damit diese ihr Studium schnellstmöglich in der Regelstudienzeit beenden. Hier bekommen die Hochschulen dann von den jeweiligen Ländern Prämien für die Studierenden.
Bachelor und Master sind jedoch nicht durchweg als negativ zu bewerten. Mit den Abschlüssen freunden sich nämlich immer mehr Arbeitgeber an und schätzen die Vorteile von jungen, gut ausgebildeten Absolventen, die sich innerhalb sehr kurzer Zeit an der Hochschule hochkomplexes Wissen und Praxiserfahrungen angeeignet haben.
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